In der Regel gilt ja: Großes Durcheinander verwirrt auch abfließendes Wasser. Wenn der Wassertropfen im Gewirr von Bodenstücken und Pflanzen bildlich gesprochen die Übersicht verliert, sich verläuft, fließt er nur langsam zu Tal oder versickert gar an Ort und Stelle. Mehr Wasser kommt – nützlich – in den Boden und weniger fließt – schädlich – ins Tal. Glatte Linien hingegen zeichnen dem Wasser schnelle Wege vor. Dazu gehören eigentlich auch Kartoffeldämme. Wenn dann die Frühjahrsgewitter auf den noch recht blanken Boden fallen, ist das Problem unterhalb vorprogrammiert. Aber auch hier lässt sich das Wasser bremsen. Das geht sogar so, dass es sehr ordentlich aussieht. Möglich macht es der Querdammhäufler. Er schaufelt in regelmäßigen Abständen kleine Querdämme zwischen die Kartoffelbifänge. Das Wasser kann die Querdämme – zunächst – nicht überwinden. „Zunächst“, denn die Querdämme sind Verschleißteile: Irgendwann schafft es das Wasser, sie einzuebnen. Aber bis dahin sind die Kartoffelpflanzen meist so groß, dass sie den Boden schützen können.
Manchmal darf’s auch ordentlich aussehen
Querdammhäufler im Kartoffelanbau
Datum
20. Mai 2026
Regierungsbezirk
Niederbayern