Bei der Spatenprobe zu den beiden Varianten Striptill und Scheiben-Direktsaat wurde ein eindeutiger Unterschied in der Durchwurzelung festgestellt. Dies machte sich auch oberirdisch am Bestand bemerkbar. Der Striptill-Bestand präsentierte sich wesentlich dichter und gleichmäßiger. In puncto Bodenoberfläche und Erosionsschutz konnte in beiden Varianten ein positives Ergebnis erzielt werden. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurde über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren diskutiert. So waren die Bedingungen für eine erfolgreiche Direktsaat aufgrund der relativ feuchten Bedingungen im Herbst und des späten Saattermins erschwert. Weiterhin ist Wintergerste nach Getreide und Sommerzwischenfrucht sicherlich nicht das einfachste Fruchtfolgeglied für den Einstieg in die Direktsaat. Zuletzt kam auch der Verzicht auf Glyphosat erschwerend hinzu. Während durch die streifenweise Bodenbearbeitung im System Striptill die Sommerzwischenfrucht sowie bestehende Restverunkrautung eingebremst werden konnten, war die Direktsaat-Wintergerste zunächst noch starker Konkurrenz ausgesetzt.
Nun bleibt es insbesondere in Anbetracht der sehr trockenen Verhältnisse spannend, wie sich die Bestände im weiteren Verlauf der Kornfüllung entwickeln.