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Gülleseparierung - Einblicke in die Technik dahinter

Vorführung unterschiedlicher Technik und der entsprechenden Ergebnisse bei Veranstaltung am Abtsdorfer See

Projekt: Abtsdorfer See
Gülleseparator montiert auf einem LKW. Die feste Phase wird mittels eines Förderbands auf einen Anhänger zum Abtransport geladen
Separator eines Lohnunternehmens, montiert auf einem LKW. Die feste Phase wird mittels eines Förderbands auf einen Anhänger zum Abtransport geladen
© AELF Traunstein

Nach einer Einführung in das Thema durch Michael Kirchstetter (AELF Traunstein) stellten die jeweiligen Firmenvertreter kurz ihre Geräte vor: Gezeigt wurden ein leistungsfähiger Separator eines Lohnunternehmens, ein in der mittleren Preisklasse angesiedelter Separator mit guter Leistung sowie ein kleinerer Schnellseparator. Franz Gmaindl (AELF Traunstein) und Christian Fuchsgruber (boden:ständig Umsetzungsbegleiter) bewerteten anschließend die Ergebnisse. Grundsätzlich galt: Je leistungsfähiger der Separator, desto ansprechender das Ergebnis. Dies zeigte sich durch einen geringen Feststoffanteil in der flüssigen Phase und einen höheren TS‑Gehalt (Trockensubstanz) des Feststoffseparats. Michael Kirchstetter veranschaulichte die Unterschiede durch einen Schüttversuch auf Silofolie. Anschließend demonstrierte Mathias Auer die Ergebnisse der unterschiedlichen Separatoren auf dem Grünland, dazu brachte er die frisch separierte Gülle neben der unseparierten Gülle aus.

Der leistungsfähige Separator des Lohnunternehmens überzeugte durch eine unkomplizierte, sehr saubere Arbeitsweise und ein sehr gutes Ergebnis. Auch der preislich in der Mittelklasse angesiedelte Separator erzielte ein gutes Ergebnis. Der kleinere Schnellseparator überzeugte weniger mit Dünngülle, punktet jedoch damit, größere Feststoffe wie Stricke oder andere Fremdstoffe sofort zu entfernen, wodurch der Einsatz eines Nass-Zerkleinerers am Güllefass entfallen kann. Insgesamt war für unterschiedliche Betriebsgrößen eine passende Separationstechnik zur Besichtigung dabei.

Die Separation der Gülle in eine flüssige Phase und ein Feststoffseparat ermöglicht eine regenunabhängige Ausbringung der flüssigen Phase, was insbesondere in Zeiten längerer Trockenperioden einen entscheidenden Vorteil darstellen kann. Mit Blick auf den Gewässerschutz verringert eine Ausbringung bei trockener Witterung das Risiko, dass Phosphor in Oberflächengewässer abgeschwemmt oder in Drainagen ausgewaschen wird, da Phosphor mehr Zeit hat, sich an Bodenpartikel zu binden. Die Dünngülle zieht sehr schnell ein, hinterlässt keine Ablagerungen, die die Grasnarbe schädigen oder die Wuchsentwicklung verringern könnten und verbessert zudem die Futterhygiene. Beim Umgang mit dem Feststoffseparat bietet sich im Frühjahr die Ausbringung auf Mais an, im Sommer auf Zwischenfrüchten.

Die Veranstaltung hat praxisnah gezeigt, dass Gülleseparierung ein wirkungsvolles Instrument sein kann, um Nährstoffe gezielt zu nutzen, das Abschwemmrisiko in Gewässer zu reduzieren und die Ausbringung der Dünngülle zu flexibilisieren. Für die Umsetzung im Betrieb sind jedoch die individuellen Voraussetzungen, beispielsweise hinsichtlich einer Lagermöglichkeit für Feststoffe, zu berücksichtigen.

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