Zum Inhalt springen

Dass keiner sagt, die wären pleite oder so...

Spatenstich für Rückhaltebecken Oberpindhart

Projekt: Aiglsbach
Oberboden im Baubaereich abgetragen
Der alte Weg (rechts) verschwindet, der neue wird 2 m höher gerade gelegt. Dahinter kann Wasser zurück stauen.
© Felix Schmitt
  • Zum Spatenstich gekommen waren Grundeigentümer. Für das Dammbauwerk haben sie Grund verkauft oder getauscht. Für den Bedarfsfall haben sie den Einstau von 20.000 m³ Wasser auf ihrem Grund zuglassen. Zum erheblichen Teil waren es Oberlieger, die keinen Nutzen aus diesem Becken haben – dass sie sich konstruktiv beteiligten, ist erfahrungsgemäß keineswegs selbstverständlich.
  • Wie Aiglsbach haben sich die meisten umliegenden Gemeinden im Landkreis Kelheim mit dem Thema Wasserrückhalt auseinandergesetzt und selbst investiert. Dass das Thema alle angeht, unterstrich auch die Anwesenheit von Bürgermeister Michael Senger aus der benachbarten Gemeinde Attenhofen. Er hatte sich kurzfristig angemeldet.
  • Auch die unterhalb liegende, oberbayerische Stadt Geisenfeld zieht am selben Strang. Sie finanziert sogar das boden:ständig-Flurneuordnungsverfahren am Pindharter Bach mit, das auch ihr Stadtgebiet entlastet. So kam auch deren Bürgermeister Paul Weber kurzfristig zum Spatenstich.
  • Und dann setzte noch, zur allgemeinen Freude in diesem heißen und trockenen Jahr 2026, Regen ein. Unter seinem Schirm gut verborgen war daher Michael Kreiner,  dessen Behörde, das ALE Niederbayern, wesentlich dafür gesorgt hat, dass es zum Spatenstich kam. Sechs Jahre waren seit der ersten Überlegung vergangen, hier zu bauen. Seitfem erforderlich waren unter anderem: 
    • Einleitung Neuordnungsverfahren,
    • Grundstücksverhandlungen,
    • Finanzierung,
    • Planung,
    • Genehmigung,
    • Ausschreibung.

Dass das in dieser Zeit möglich war, ist der straffen, ergebnisorientierten Projektleitung des ALE geschuldet.

  • Wären es nur die Gäste mit ihren Fahrzeugen gewesen, wäre der Termin überschaubar geblieben. Weil aber der symbolische erste Spatenstich etwas nach dem tatsächlichen ersten Schubraupeneinsatz angesetzt war, musste alle Viertelstunden ein Konvoi von Muldenkippern den Treffpunkt der Spatenstecher durchqueren. Darauf verweisend meinte der Bauleiter: „Ich sag’s gleich: Die Firma hat jetzt angefangen, macht aber ab nächste Woche Betriebsurlaub. Dass dann keiner meint, die wären pleite oder so, wenn da erst mal nichts weiter geht.“ – Ein wichtiger praktischer Hinweis in einer Zeit, in der der die weithallende Resonanzkammer der Social Media den dumpfen Raum der Wirtsstube ersetzt hat.
Nächste Nachricht