Die Optimierung von Gräben ist ein wichtiger Bestandteil des dezentralen Wasserrückhalts. Da Gräben in unserer Landschaft weit verbreitet sind, bieten sie großes Potenzial, den Wasser- und Sedimentrückhalt zu stärken. Entwässerungsgräben können durch vielfältige Anpassungen optimiert werden. Beispielhaft wurden am Kosbrunner Weg verschiedene Maßnahmentypen umgesetzt, um diese auch vor Ort und praxisnah demonstrieren zu können:
Das Anlegen von Mulden in Kombination mit Störschwellen aus Bodenaushub schafft zusätzlichen Rückhalteraum und bremst den Abfluss, während Durchlassscharten aus Natursteinquadern den Abfluss gezielt drosseln. Durch das Einbringen von Sohlsubstrat erhöht sich die Rauheit der Grabensohle, wodurch der Abfluss gebremst und die Fließgeschwindigkeit verringert wird. Im Rahmen des Projektes erfolgten Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde zur Umsetzung der Maßnahme. Darüber hinaus wurden entsprechende Planungszeichnungen erstellt, um dem Bauhof die genaue Verortung und Ausführung der einzelnen Strukturen zu verdeutlichen und eine fachgerechte Umsetzung zu ermöglichen.
Ziel der Maßnahme ist es, Möglichkeiten zur Grabenoptimierung aufzuzeigen und gemeinsam mit dem Bauhof praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Die hieraus gewonnenen Erfahrungen sollen künftig auch bei der Unterhaltung und Optimierung weiterer Gräben im Projektgebiet und darüber hinaus Anwendung finden.