Seit Oktober 2026 bearbeitet das Büro GeoTeam Bayreuth in enger Zusammenarbeit mit den Behörden das boden:ständig Projekt. In den vergangenen Monaten wurden Kartierarbeiten durchgeführt, Gespräche vor Ort geführt sowie digitale Daten ausgewertet. Auf dieser Grundlage wurden Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des dezentralen Wasser- und Sedimentrückhalts in der Flur ausgearbeitet.
Dabei wurde eine besonders relevante Maßnahme priorisiert. Diese wird im nächsten Schritt mit der Stadt, den betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern sowie den Bewirtschaftern abgestimmt. Anschließend erfolgt eine Abschätzung der Kosten sowie die Abstimmung der Anforderungen mit den zuständigen Trägern öffentlicher Belange (z. B. Wasserwirtschaftsamt, untere Naturschutzbehörde etc.). Ziel ist es, die Maßnahme möglichst zeitnah in die Umsetzungsphase zu bringen.
Johannes Herold (GeoTeam Bayreuth) erläuterte im zweiten Teil des Vortrags die Stellschrauben für eine erosionsmindernde Landwirtschaft, welche den Aufbau von Bodenfruchtbarkeit in den Mittelpunkt rückt. Durch seine Ausführungen wurde klar, dass es viele Wege gibt, um eine möglichst ganzjährige Bodenbedeckung sicherzustellen und besonders beim Anbau von Mais das Erosionsrisiko zu reduzieren. Dabei gäbe allerdings mindestens genauso viele Herausforderungen zu meistern. Daher sei es wichtig, dass jeder Betrieb für sich sehe, wie er mit einfachen Mitteln bei möglichst jedem Fruchtfolgeglied kleine Schritte hin zu mehr Bodenfruchtbarkeit gehen kann.
Die zahlreichen Rückmeldungen während der Vorstellung der Maßnahmen lassen keinen Zweifel daran, dass die Betroffenen weiterhin großes Interesse an einer gemeinsamen und erfolgreichen Umsetzung des Projekts haben. Alles in allem kann ein positives Fazit gezogen werden, das optimistisch auf eine hoffentlich zeitnahe Umsetzung erster Maßnahmen blicken lässt.