Die Realisierung einer Kernmaßnahme wurde dadurch ermöglicht, dass ein Winzer seinen Weinberg rodete, um ihn neu anzulegen. In diesem Zuge war der Winzer bereit, der Gemeinde einen 5 m breiten Grundstücksstreifen zu verkaufen, der an eine vorhandene Betonrinne angrenzt, die auf gemeindeeigenem Grundstück verläuft. So konnte der bisher mit Betonschalen ausgekleidete, schmale Graben zu einer breiten Abflussmulde aufgeweitet werden. Nach Entfernen der Betonelemente aus dem Graben und dessen Verbreiterung wurden zur Muldenbefestigung Steinwalzen eingebaut. Diese Steinwalzen bestehen aus Schotter, der durch ein Netz aus Kokosfasern stabilisiert wird. Durch die Verbreiterung und die Erhöhung der Rauigkeit des Abflussprofils sowie den Einbau einer sickerfähigen Befestigung wird der Wasserabfluss verlangsamt. Zusätzlich entsteht eine möglichst große Sickerfläche. Diese Art des Umbaus von Gräben ist im Weinbergbereich noch unüblich, kann bei künftigen Regenereignissen jedoch dazu beitragen, dass möglichst viel Niederschlagswasser vor Ort versickert und der Wasserabfluss gebremst wird.
Die Umsetzung der Maßnahme wird durch das Förderprogramm FlurNatur über das Amt für Ländliche Entwicklung zu 75 % gefördert.
Weiterer Maßnahmen sollen realisiert werden. Unter anderem wird zeitnah ein weiterer, sogar noch steilerer, versiegelter Weinberggraben zur breiten, sickerfähigen Abflussmulde umgestaltet werden.