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Erfahrungen zur Gülleseparierung aus Österreich

Vortrag von Franz Xaver Hölzl

Projekt: Abtsdorfer See
Franz Xaver Hölzl von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung der Landeskammer Oberösterreich steht auf einer Bühne vor einer PowerPoint Präsentation und referiert zur Gülleseparierung
Franz Xaver Hölzl von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung der Landeskammer Oberösterreich referiert zur Gülleseparierung
© Lobenwein (ALE Oberbayern)

Um von den langjährigen Praxiserfahrungen mit der Gülleseparierung in Österreich zu berichten, wurde durch das ALE Oberbayern und das AELF Traunstein Herr Franz Xaver Hölzl von der Boden.Wasser.Schutz.Beratung der Landeskammer Oberösterreich eingeladen. Im Rahmen des Pflanzenbautages Teisendorf referierte er am 6. Februar 2026 über die Hintergründe der Gülleseparierung im Nachbarland, die Rahmenbedingungen, Vor- und Nachteile, Kosten, sowie verschiedene Ausbringtechniken im Vergleich.

In Österreich erfolgt der Einsatz der Gülleseparierung auf freiwilliger Basis, mit dem übergeordneten Ziel einer Reduktion der Ammoniak Emissionen. Vor allem in Oberösterreich findet die Technik Anwendung.

Mit der Gülleseparierung können einige Vorteile einhergehen:

  • Deutliche Reduktion der Futterverschmutzung
  • Weniger Gefahr für Verätzung der Grasnarben
  • Witterungsunabhängige Ausbringung
  • Schnelle Infiltration und somit weniger Abschwemmrisiko bei Starkregen
  • Gute homogene Fließfähigkeit durch fremdkörperfreien Zustand, somit störungsfreie bodennahe Ausbringung
  • Hohe Stickstoffeffizienz (ausgebracht mit Schleppschuh)
  • Reduzierte Geruchsbelastung (interessant in Fremdenverkehrsgebieten)

Jedoch kommt eine neue Technik selten ohne Herausforderungen:

  • Kosten (Anschaffungskosten oder Lohnunternehmen + Energiekosten)
  • Zeitaufwand (Nach Separation sind zwei Arbeitsschritte nötig – Ausbringung der festen und flüssigen Phase)
  • Zusätzliche Lagermöglichkeit für Feststoffe notwendig

Zwischen den beiden Ländern gibt es auch einige Unterschiede, beispielsweise hinsichtlich der Kosten oder dem Umgang mit dem Feststoffseparat. Als Ausbringungstechnik empfiehlt Hölzl den Schleppschuh, um die Vorteile des Separatorverfahrens optimal zu nutzen.

Insgesamt wurde deutlich, dass in Österreich bereits viele Erfahrungen mit dem Prinzip der Gülleseparierung gesammelt werden konnten und eine breite Wissensbasis besteht. Somit ermöglichte die Veranstaltung einen wertvollen Einblick und Austausch über Landesgrenzen hinweg.

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