Am nördlichen Ortsausgang von Wasserknoden führt ein befestigerter Weg halbkreisförmig um den Kreuzberg herum. Entlang des Weges verläuft hangoberseitig ein Wegseitengraben, der dann am Ortseingang in eine Verrohrung übergeht. Dieser Wegseitengraben sammelt das Wasser aus dem Weg und im Starkregenfall auch das von den landwirtschafltichen Flächen des Kreuzberges ablaufende Wasser. Zusammen mit abgeschwemmten Bodenmaterial setzt sich der Graben und der Einlauf in die Verrohrung am Ortsrand sehr schnell zu. Das Wasser fließt dann wild über die Straße ab und gefährtdet die Bebauung.
Im westlich des Weges verlaufenden Auenbereich des Knodenbachs könnte dass Wasser schadlos abfließen und verzögert werden, wird jedoch über den Wegseitengraben sehr starkt beschleunigt.
Das Gesamtkonzept sieht vor, über eine erosionsmindernde Bewirtschaftung der Flächen am Kreuzberg (z.B. Mulchsaat, Erosionsschutzstreifen etc.) Bodenersosion und Oberflächenabfluss möglichst zu vermeiden. Außerdem sollen Abflussschwellen im Graben den Wasserabflußverzögern und Sedimentmaterial möglichst frühzeitig auskämmen. Über dezentrale Rückhaltebereiche im Norden des Einzugsgebiets und eine mehrmalige Ableitung aus dem Graben in den Auenbereich soll der schnelle Wasserabfluß verlangsamt werden. Etwas 350 m nördlich des Ortsrandes gibt es einen in West-Ost-Richtung verlaufenden Weg, der auf einer Art Damm die Aue des Knodenbachs quert und als Abflussdrossel dienen könnte. Jedoch fließt das Wasser bisher über den Wegseitengraben am Talrand ab...
Als erste Maßnahme konnte jetzt ein am Ortsrand verlaufender Grünweg um mehrere Zentimeter angehoben werden. In der oberhalb liegenden Grünlandfläche kann sich daurch Oberflächenwasser kurzzeitig zurückstauen und gedrosselt über den unverändert gebliebenen Wegdurchlass des Knodenbaches abfließen. Durch Befestigung mit Wasserbausteinen wurde ein Notüberlauf geschaffen, damit die Weg und Erdwall im Fall eines sehr großen Ereignisses nicht beschädigt werden.
Mittels einer entsprechend dimensionierten Rohrleitung und einer breiten Grabenmulde wurde dafür gesorgt, dass das Wasser aus dem Wegseitengraben unter dem Weg hindurch in den Rückstaubereich abgeleitet wird.
"Das Machbare Jetzt tun!" Ganz nach diesem Motto von boden:ständig wurde die Maßnahme umgesetzt: Auch wenn die im Gesamtkonzept im oberen Bereich des Einzugsgebietes angedachten Maßnahmen natürlich die Wirkung nochmals verbessern, wurde diese erste Maßnahme gleich umgesetzt, da hier breits das Einverständnis der Grundstückseigentümer vorlag. Die weiteren Maßnahmen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.