Zum Inhalt springen

Feldtag in Oberkotzau

Landwirte stellen sich vor

Projekt: Oberkotzau
Foto: in der Bildmitte stehen auf einem geackerten Feld um die 20 Personen im Halbkreis um einen Mann im Vordergrund. Vor dem Mann stehen zwei Metallringe mit einem Durchmesser von 40 cm auf dem Feld, im Hintergrund steht ein Bulldog mit einer Sämaschine , dahinter ein grünes Feld und blauer Himmel
Frank Stübinger demonstriert die Versickerungsfähigkeit
© Susanne Döhler (DöhlerAgrar)

Der 2. Bürgermeister Erich Pöhlmann begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich bei den Landwirten für deren Einsatz für das Projekt und damit auch für die Gemeinde. Der Projektleiter im Amt für ländliche Entwicklung, Daniel Spaderna, stellte die Bedeutung des Bodens für den Rückhalt von Wasser in der Landschaft heraus. Wie stark und warum der Boden in der Flur Oberkotzau aufgrund seiner Struktur erosionsgefährdet ist, demonstrierte Helmut Döhler vom Beratungsunternehmen DöhlerAgrar, anhand eines Bodenprofils. Er wies auch darauf hin dass die steilen Hanglagen, sowie der Klimawandel mit Hitzeperioden und darauf folgendem Starkregen die natürlich gegebene Gefährdung verschärft.

Mit sehr verschiedenen und individuell angepassten Maßnahmen wird im Projektgebiet gegengesteuert, zumal benachbarte konventionelle und ökologische Betriebe im Gebiet wirtschaften. Im Mittelpunkt standen dann die Landwirte Thomas Groh, Peter Egelkraut, Michael Rödel, Martin Thoss und Werner Merkel, die ihre Betriebe und ihr Engagement für den Boden kurz vorstellten.  Häufig praktizierte Maßnahmen sind der Einsatz von Untersaaten, der Anbau von vielfältigen Zwischenfrüchten, Pflugverzicht, Direktsaat und hangparallele Bestellung und Erosionsschutzstreifen. Von besonderer Bedeutung auf diesem Standort ist die Optimierung der Bodenkalkung – für die Bodenstruktur, aber  auch für das Bodenleben. Bessere Bodenstruktur und aktiveres Bodenleben erhöhen die Widerstandsfähigkeit gegen Bodenerosion. Auch wurde kurz berichtet, wie auf den sauren Gneisverwitterungsböden die Bedingungen für die Regenwürmer im Boden verbessert werden können.   

Frank Stübinger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten untermauerte mit Versickerungsringen die vorher am Bodenprofil gezeigte Anfälligkeit der Oberkotzauer Böden für Bodenerosion auf einem frisch geackerten Feld. Sehr empfindlich reagierte der Boden auf Wassermengen über 30 l. Auch mehrmaliges Überfahren, wie in den Fahrgassen, oder auch die einmalige Bearbeitung der Pflugfurche führte bereits zu einer Abnahme der Regenverdaulichkeit. 

Danach folgte eine Maissätechnikdemonstration, die von den Firmen Claas und Amazone unterstützt wurde. Gezeigt wurde, wie mit der Maschinentechnik bei der Maissaat das Rückhaltevermögen der hanggelegenen Böden gestärkt werden kann. Weiterhin wurde die Integration von  einem Tiefgrubber und einem Striegel in das Gesamtkonzept demonstriert.

Nächste Nachricht